Grünes Licht für Vertragsbefristungen bei Profifußballern

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat ganz aktuell entschieden, dass Arbeitsverträge im Profifußball grundsätzlich auch weit über 2 Jahre hinaus und wiederholt befristet werden dürfen. Geklagt hatte der ehemalige Torwart des FSV Mainz 05, der die Befristung seines Arbeitsvertrages auf insgesamt 5 Jahre für rechtswidrig hielt. Sein Ziel war es, ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu erreichen.

 

Bundesarbeitsgericht bleibt sich treu

 

Nachdem das BAG kürzlich erst im Falle eines Schauspielers aus der ZDF-Krimireihe „Der Alte“ entschieden hat, dass die besondere „Eigenart der Arbeitsleistung“ des TV-Kommissars wiederholte Befristungen auch über 2 Jahre hinaus rechtfertigt (SPH berichtete), hat es nun beim Profifußballer dieselben Maßstäbe angelegt. Auch hier rechtfertige die „Eigenart der Arbeitsleistung“ quasi endlose Kettenbefristungen.

 

Das BAG argumentierte grob zusammengefasst, dass im Spitzenfußball von einem Lizenzspieler sportliche Höchstleistungen geschuldet sind, die dieser naturgemäß nur für eine begrenzte Zeit erbringen kann.

 

SPH-Meinung: Eigenartiger Profifußball!

 

  • Geschrieben von SPH-Kanzlei
  • am 18. Januar 2018

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